Entwicklungsgeschichte der evangelistischen Arbeit

Als Kirchenrat Hermann Preiser im Jahr 1960 die dritte Pfarrstelle an der Stadtkirche Bayreuth übernahm, brachte er Erfahrung aus der Jugendarbeit als Landesjugendpfarrer von Schlesien sowie aus langjähriger Pfadfinderarbeit mit.

Die Jugendarbeit Kirchenrat Preisers in Bayreuth entwickelte sich aus ganz kleinen Anfängen aus dem Konfirmandenunterricht seines Sprengels. Gewachsen über die Jahre ist die Gruppe Luther dadurch, dass Gott sein Wort lebendig gemacht hat, das Kirchenrat Preiser zunächst in Gottesdiensten und Bibelstunden in der Stadtkirchengemeinde verkündigt hat, später dann auch in den Offenen Abenden im Löhehaus, im Evangelischen Gemeindehaus, in der Stadthalle und schließlich in der Oberfrankenhalle.

Höhepunkte jedes Jahres waren und sind aber vor allem die Jugend- und Familienfreizeiten.

Auf diese Weise wurde sichtbar Gottes Reich gebaut und Gottes Verheißung erfüllt, die er Kirchenrat Preiser gegeben hatte, und an die dieser geglaubt hat:

"Fürchte dich nicht, sondern rede, und schweige nicht! Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden; denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt."

Apostelgeschichte 18, 9+10

Offener Abend in der OberfrankenhalleOffene Abende

Mit ca. 300 Besuchern waren die Bibelstunden Mitte der 60er Jahre restlos überfüllt. Um noch mehr Interessierte und auch dem Glauben Fernstehende zu erreichen, wurden seit 1968 "große" Offene Abende im Evang. Gemeindehaus veranstaltet. Den ersten dieser übergemeindlichen Offenen Abende eröffnete am 8. Mai 1968 der damalige Dekan Kirchenrat Kübel. Kirchenrat Preiser sprach zu dem Thema: "Aufstand der Jugend – die radikale Revolution". Als das Gemeindehaus aus allen Nähten platzte, ging es 1986 in der Stadthalle weiter, wo 2.000 Leute Platz fanden. 1988 kamen schließlich ca. 3.000 Zuhörer in die neu erbaute Oberfrankenhalle.

 

Jugend- und Familienfreizeiten Freizeit in Österreich

Kirchenrat Preiser hielt seit seiner Berufung zum volksmissionarischen Dienst in der bayerischen Landeskirche im Jahr 1945 übergemeindliche Freizeiten, die vom Jugendwerk in Nürnberg für ganz Bayern ausgeschrieben wurden. Im Jahr 1961 nahmen daran die ersten Mädchen aus Bayreuth teil. Im Jahr 1967 fand die erste Freizeit für Jungen in St. Martin/Österreich statt.

Erstmals wurde dann 1972 zusätzlich noch eine Familienfreizeit notwendig. Heute finden pro Jahr verschiedene Familienfreizeiten, Jugendfreizeiten und Jungscharfreizeiten statt.

Zum Erstaunen vieler lebt diese Arbeit auch nach dem Tod von Kirchenrat Preiser noch immer uneingeschränkt fort.

 

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